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Welche Felgenarten gibt es?


Welche Felgenarten gibt es?

23.07.2013 11:29 von Nachricht MotorScene (37)
Felgen gehören auf alle Fälle zu den sicherheitsrelevanten Teilen eines Autos. Für viele Autofahrer bilden sie jedoch auch einen wesentlichen Bestandteil des Designs. Bei teuren Fahrzeugen werden exklusive Felgen oft als ein zusätzliches Statussymbol angesehen. Inzwischen befindet sich eine unüberschaubare Anzahl an Autofelgen auf dem Markt. Käufer müssen hier zunächst eine grundsätzliche Entscheidung treffen: Stahlfelgen oder Leichtmetall? Früher galt die Regel, dass Stahlfelgen eine optimale Winterlösung sind, Alufelgen dagegen in den Sommer passen. Heute gibt es jedoch auch viele winteroptimierte Leichtmetallfegen sowie Luxusfelgen aus verschiedenen Legierungen oder modernen Hightech-Materialien.

Felgen

Die Begriffe „Rad“ und „Felge“ werden heute fast immer synonym verwendet. Ursprünglich verstand man unter einer Felge jedoch nur den äußeren Ring des Rades, auf dem der Reifen aufliegt und von welchem der Tragstern (bei Alufelgen) bzw. Radscheibe/Radschüssel (bei Stahlfelgen) zur Mitte des Rades führte. Die vorderen und hinteren Aufsitzkanten für die Reifen werden auch als äußeres und inneres Felgen- oder Schlüsselhorn bezeichnet. Mehrteilige Felgen sind strenggenommen keine Felgen, sondern Räder. Im Folgenden beschreiben wir die verschiedenen Felgenarten.

• Ein- oder mehrteilige Felgen

Mehrteilige Felgen sind vor allem bei Leichtmetallfelgen und bei diesen für die Gewichtsreduktion des Rades von Bedeutung. Zu erkennen sind sie oft an der großen Anzahl kleiner Schrauben am vorderen Innenrand der Felge, welche die Felgenkomponenten verbinden. Einteilige Felgen werden dagegen aus einem Stück gegossen. Bei einteiligen Felgen wird der Reifen über das Felgenhorn gezogen. Bei mehrteiligen Felgen werden die einzelnen Felgenschüsseln seitlich an den Reifen angesetzt und dort verschraubt.

Zweiteilige Felgen bestehen in der Regel aus einem separaten äußeren Felgenhorn, das zweite „Einzelteil“ setzt sich aus dem Radstern (Felgentragstern) sowie dem inneren Felgenhorn zusammen. Bei dreiteiligen Felgen sind alle drei Komponenten miteinander verschraubte Einzelteile.

• Stahlfelgen

Stahlfelgen werden in der Regel aus warm gewalztem Stahl gegossen. Heute verfügen sie bei sehr hohen Streckgrenzen meist über deutlich geringere Wandstärken als noch vor einigen Jahren und bieten damit trotz des geringeren Gewichtes eine hohe Festigkeit. Viele Stahlfelgen sind inzwischen kaum noch schwerer als Alufelgen. Am häufigsten werden Stahlfelgen als sogenannte Scheibenräder produziert, die aus der Radscheibe sowie einer klassischen Felge bestehen. Verschweißt werden sie abschnittsweise an sogenannten Schweißpunkten, da durchgehende Schweißnähte einen Verzug der Felgen zur Folge hätten.

Im Vergleich zu allen anderen Felgenarten sind Stahlfelgen zwar günstig, werden von vielen Autofahrern jedoch als optisch wenig ansprechend empfunden.

• Aluminiumfelgen

Aluminiumfelgen werden entweder geschmiedet oder gegossen. Geschmiedete Alufelgen punkten dabei durch höhere Festigkeit, gleichzeitig sind sie stärker verdichtet und können auch hierdurch eine Gewichtsersparnis mit sich bringen. Ihr Finish besteht meist in einer klaren oder silberfarbenen Lackierung, vor allem im Tuning-Bereich werden sie auch in den Fahrzeugfarben gestrichen oder verchromt, um optisch einen „glamourösen“ Eindruck zu vermitteln. Auch hochwertigen Fahrzeugen kommen wegen des designerischen „Plus“ in der Regel Alufelgen zum Einsatz, BMW-Felgen sind dafür ein klassisches Beispiel.

Verbesserte Fahrleistungen sind mit Alufelgen nicht zwangsläufig verbunden. Durch ihren hohen Reflexionsgrad sorgen sie vor allem für eine ansprechendere Optik. Besonders große Alufelgen können durch die höhere Luftdurchlässigkeit des Tragsterns allerdings eine verbesserte Kühlwirkung für die Bremsen erzielen. Für einige besonders leistungsstarke Autos sind Alufelgen daher sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wichtig für alle Autofahrer ist dagegen eine hohe Korrosionsbeständigkeit der Alufelgen. Bei billigen Modellen können vor allem im Winter durch Streusalze und –Sande Lackschäden entstehen, die zur Schädigung und Korrosion der Felge führen.

• Luxusfelgen aus Leichtmetallen

Wenn die Felgen tatsächlich zu einer höheren Leistung führen sollen, kommen dafür Magnesium-, Mangan- oder Siliziumlegierungen zum Einsatz. Bei Motorrädern werden auch moderne Faserverbundstoffe, beispielsweise Kevlar oder Carbon, verwendet. Die Vorteile dieser Felgenarten liegen in der Verringerung der sogenannten „ungefederten Massen“ sowie einer weiteren Gewichtsverminderung, wodurch das Fahrverhalten optimiert wird. Derartige Hightech-Felgen haben allerdings auch ihren Preis und kommen daher vor allem im Motorsport sowie bei sehr anspruchsvollen Autofahrern zum Einsatz.

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