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Selbst schrauben oder den Profi ranlassen? Vor- und Nachteile von Selbsthilfewerkstätten


Selbst schrauben oder den Profi ranlassen? Vor- und Nachteile von Selbsthilfewerkstätten

27.07.2020 21:04 von Nachricht MotorScene (37)
Selbsthilfewerkstätten sind kostengünstiger als eine Kfz-Werkstatt

Reifenwechsel, Ölwechsel, Glühbirne austauschen: Schwer kann das nicht sein! Ist es nicht, solange man das passende Werkzeug zur Hand hat. Wer hat eine gut ausgerüstete Werkstatt zu Hause? Die Selbsthilfewerkstatt stellt von der Hebebühne über Ersatzteile bis hin zum Know-how alles zur Verfügung.

Selbsthilfewerkstätten sind in einigen Fällen an eine Fachwerkstatt für Auto oder Motorrad angeschlossen. Die Hobbyschrauber bekommen von professionellen KFZ-Mechanikern und Mechatronikern Hilfe. Werden Bauteile benötigt, stehen die zur Verfügung – oder sie werden bestellt. Wer nicht tätig werden will, kann in den an Fachbetriebe angeschlossenen Werkstätten das Personal schrauben lassen. Dieser Service ist kostenpflichtig.

Autoschrauber


Werkstatt: Selbsthilfewerkstatt oder Profi-Kfz-Werkstatt?

Automobile haben sich in den letzten drei Jahrzehnten enorm verändert. Während der 1980er und 1990er Jahre war es kein Problem, Reparaturen zu Hause in der Garage oder im Hof vorzunehmen. Da zunehmend Elektronik und Computertechnik verbaut sind, können viele Autobesitzer ihren Wagen nicht ohne Hilfe reparieren. Ein Reifenwechsel ist schwer. Spezialwerkzeug wird benötigt. Spezialwerkzeug ist teuer. In der Selbsthilfewerkstatt steht es zur Verfügung und kann gegen Miete genutzt werden. Was ist mit dem nötigen Fachwissen? Ist die Selbsthilfewerkstatt an einen KFZ-Fachbetrieb angeschlossen, steht kundiges Personal mit Rat und Tat zur Seite.

Autobesitzer sollten bestimmte Arbeiten auf keinen Fall eigenständig vornehmen: Geht es um die Gangschaltung, um Motor oder Antrieb, muss auf jeden Fall eine professionelle Werkstatt aufgesucht werden. Die Reparaturkosten sind dort zwar höher. Viel wichtiger: Die Verkehrssicherheit des Wagens oder Motorrads ist gewährleistet.


Wie funktionieren Kfz-Selbsthilfe Werkstätten?

Es gibt zwei Arten von Selbsthilfewerkstätten: Der eine Typ ist an eine professionelle Werkstatt angeschlossen, der andere nicht. Eine freie Werkstatt darf eröffnen, wer will. Es gibt keine Restriktionen, und niemand muss einen Meisterbrief vorweisen.

Das Prinzip ist simpel: Wer ein Problem hat, fährt in die Werkstatt. Für die Nutzung der Werkzeuge vor Ort, von Hebebühnen und anderem Equipment wird eine nach Stunden berechnete Miete verlangt. Stehen Experten bereit, helfen die gerne. Fragen kostet nichts. Wird Hand angelegt, ist das kostenpflichtig. Die eigenen Bauteile oder Ersatzteile darf jeder mitbringen. Autoteile können auch online bestellt werden. Daparto bietet ein großes Sortiment und Ersatzteile für alle bekannten Automarken.

Bestellt man über die Werkstatt, ist das kostenpflichtig. Der Vorteil der Selbsthilfewerkstatt gegenüber der eigenen Garage liegt darin, dass das gesamte Expertennetzwerk genutzt werden kann. Man tauscht sich mit anderen Menschen aus, hilft sich gegenseitig, knüpft Kontakte.

Werkzeug


Reparaturkosten sind nicht alles – was ist mit der Sicherheit?

Selbsthilfewerkstätten können nicht in Haftung genommen werden. Bestimmte Szenarien sind von dieser Vorgabe ausgenommen: Nehmen Wagenbesitzer eine Reparatur vor, haften sie für entstehende Schäden. Repariert man nach dem Rat der Fachleute in der Werkstatt, ist das genauso.

Reparieren die Fachleute der Werkstatt, können sie bedingt haftbar gemacht werden. Ein Sonderfall liegt vor, wenn Autozubehör verbaut wird. Wurde das Autozubehör über die Werkstatt bestellt, haftet der Betreiber der Werkstatt für die Schäden am verkauften Teil. Schäden, die beim Einbau entstehen, liegen in der Verantwortung des Wagenbesitzers.


Eine gute Selbsthilfewerkstatt finden – darauf muss man achten!

Gute Werkstätten haben eine zuverlässige Ausstattung. Es gibt eine Grube mit Einzelarbeitsplatz? Besser sind Hebebühnen. Neben Schraubenschlüsseln, Wagenheber und Getriebeheber darf es gerne Spezialwerkzeug sein. Digitale Diagnosegeräte sind nett, Grundvoraussetzung sind sie nicht. Was ist außerdem wichtig? Diese Punkte führt der ACV auf:

• Für schwierige Reparaturen steht qualifiziertes Fachpersonal bereit.
• Die Lichtverhältnisse sind gut.
• Die Werkstatt ist ordentlich und sauber.
• Die Belüftung ist gut.
• Das Werkzeug ist von guter Qualität, Markenhersteller sind optimal.
• Die Grundausstattung muss vorhanden sein, zusätzlich Spezialwerkzeug.


Selbsthilfewerkstatt in der unmittelbaren Umgebung finden

Es gibt viele Möglichkeiten, eine zuverlässige Werkstatt in der Nähe des eigenen Wohnorts zu finden. Eine kurze Suche im Internet ist erfolgversprechend. Unter Umständen wissen Freunde, Bekannte, Nachbarn oder Kollegen, wo man seinen Wagen reparieren kann. Im Branchenverzeichnis des örtlichen Telefonbuches sind die Werkstätten bisweilen ebenfalls eingetragen.

Übrigens gibt es die Selbsthilfewerkstatt nicht ausschließlich für Autos: Für Motorräder stehen in einigen Städten derartige Werkstätten zur Verfügung. Sie funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie die Autowerkstätten. Meist findet man interessierte Laien in den Werkstätten – Tuning-Fans und Autoliebhaber kommen seltener. Richtige Profis reparieren ihren Wagen dort selbst.


Fazit: Oft kann man wirklich selbst Hand anlegen

Nicht alle Reparaturen an Auto und Motorrad kann oder soll man selbst übernehmen. Wenn es um einen Glühbirnenwechsel geht, spricht nichts gegen den Besuch einer Selbsthilfewerkstatt. Auch der Ölwechsel kann dort vorgenommen werden, denn gegenüber der Fachwerkstatt sinken die Kosten um etwa 50 Prozent. Komplexere Reparaturen sollte man dagegen dem Profi überlassen.

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