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Welche KFZ-Versicherung passt zu mir?


Welche KFZ-Versicherung passt zu mir?

03.10.2020 14:21 von Nachricht MotorScene (37)
Die Wahl der KFZ-Versicherung scheint beim Anblick verschiedener Tarife und Angebote etwas schwierig. Soll es lieber ein hoher Leistungsumfang mit der Vollkaskoversicherung sein oder reicht vielleicht auch nur der Haftpflicht-Schutz? Je nach Fahrzeugmodell und persönlicher Situation muss entschieden werden, um unnötig hohe Kosten zu vermeiden. Dabei sollte zunächst der Unterschied zwischen den Versicherungsarten bekannt sein.

Versicherungskosten

Wann kann man seine KFZ-Versicherung kündigen?

Jede KFZ-Versicherung kann zum Ablauf des Versicherungsjahres gekündigt werden. Dieses fällt meist identisch auf das Kalenderjahr. Geht man nun von einer Kündigungsfrist von einem Monat aus, bleibt der 30. November als Stichtag übrig. Spätestens dann muss die schriftliche Kündigung bei der Versicherung vorliegen, damit der Vertrag zum Jahresende ausläuft.

Eine Kündigung ist aber auch möglich, wenn die Beiträge der Versicherung erhöht werden. Grund kann beispielsweise eine Änderung im Tarif sein oder eine Umstufung der Typklasse. Sobald die Benachrichtigung über die Beitragserhöhung eingeht, bleibt noch ein Monat Zeit zur Kündigung. Wichtig: Dieses Recht ist ausgesetzt, wenn es sich nach einem Schaden um die Rückstufung der Schadensfreiheitsklasse handelt.

Mittlerweile gibt es sogar eine monatlich kündbare Autoversicherung, die fair pro Kilometer abrechnet. Es handelt sich um die Kfz-Versicherung von Friday, die auch als Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko funktioniert – abhängig vom gewählten Leistungsbereich. Hier hilft ein Tarifvergleich weiter, das richtige Modul zu finden.

Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko – einfach erklärt

Jedes Auto muss in Deutschland versichert werden, ob nun ein einfacher Gebrauchtwagen oder ein neues Modell. Es stehen grundsätzlich drei Tarifmodelle zur Auswahl. Die Haftpflicht ist wie der Name schon sagt eine Pflichtversicherung und damit für jeden Fahrzeughalter unverzichtbar. Sie reguliert aber nur die Schäden des Unfallgegners. Wer einen größeren Leistungsumfang sucht, kann sich zwischen Teilkasko und Vollkasko entscheiden. Die Tarife umfassen in der Regel:

Teilkaskoversicherung          Vollkaskoversicherung
• Schäden durch Feuer           • Alle Schäden
• Unwetterschäden                  • Vandalismus
• Diebstahl                                 • selbstverschuldete Unfallschäden
• Wildunfälle
• Marderschäden
• Glasbruch
• Elementarschäden

Für jeden Neuwagen lohnt sich die Vollkaskoversicherung. Sie reguliert wirklich alle Schäden am eigenen Wagen und bietet einen umfangreichen Schutz. Auch Selbstverschulden ist hier mit abgedeckt. Handelt es sich um einen Gebrauchtwagen älter als 5 Jahre, sollte auf die Teilkaskoversicherung umgeschwenkt werden. Hier sind die Tarife deutlich günstiger und der Fahrzeugwert nicht mehr so hoch, dass er komplett versichert bleiben müsste.

Unfall

Wie lange bleiben die Prozente einer Kfz-Versicherung bestehen?

Bei Wechsel oder Abschluss einer neuen Versicherung soll natürlich die Schadensfreiheitsklasse erhalten bleiben. Sie gibt an, wie viele unfallfreie Jahre bereits zurückliegen, und reduziert dem entsprechend den Beitrag. Die bisher erarbeiteten Prozente verfallen natürlich nicht. Wie lange der Rabatt aber bestehen bleibt, legt die Versicherungsgesellschaft fest. Bei den meisten Angeboten kann von sieben bis zehn Jahren ausgegangen werden. Einige Versicherer reaktivieren sogar Schadensfreiheitsrabatt nach Jahren mit einer Bescheinigung oder geben ihn an Familienmitglieder weiter.

Was ist der Rabattschutz?

Übernimmt die Versicherung einen Unfallschaden, kann das teuer werden. Die Schadensfreiheitsklasse rutscht wieder ab und die Beiträge erhöhen sich automatisch. Über Jahre hinweg ist die Rückstufung noch finanziell zu merken. Manche Fahrer regulieren kleine Schäden lieber selbst, als sie von der Versicherung regeln zu lassen. Die Schmerzgrenze liegt hier meist bei 1.500 Euro, bei der Vollkasko etwas geringer. Doch nicht jeder kann einen solchen Schaden direkt aus der Haushaltskasse bezahlen. Hier greift der Rabattschutz als Alternative.

Der Rabattschutz ist eine Zusatzoption bei der Kfz-Versicherung. Er kann sowohl zur Haftpflicht als auch zur Vollkaskoversicherung abgeschlossen werden. Fahrer bekommen dann einen Schaden im Jahr freigestellt, ohne mit einer Abstufung im Schadensfreiheitsrabatt rechnen zu müssen. Ein gemeldeter Schaden pro Jahr ist also erlaubt. Dafür gibt es aber im kommenden Jahr nicht automatisch einen höheren Schadensfreiheitsrabatt.

Hinweis: Viele Gesellschaften gewähren den Rabattschutz erst nach 4 unfallfreien Jahren, also bei Schadensfreiheitsklasse 4. Außerdem muss der Fahrer mindestens 23 Jahre alt sein.

Allerdings sollten auch diese Kosten genauer geprüft werden. Schließlich wird der Rabattschutz pauschal auf die Versicherungsprämie angerechnet. Wer öfter einen kleinen Schaden oder eine Beule riskiert, ist mit diesem Schutz gut beraten. Wer allerdings ein sehr günstiges Fahrzeug fährt und generell sehr vorsichtig ist, braucht den Schutz nicht abzuschließen. Der Aufschlag liegt zwischen 15 und 30 Prozent mehr.

Beitragshöhe – berechnet sich aus mehreren Kriterien

Die endgültige Beitragshöhe für die Kfz-Versicherung wird aus verschiedenen Kriterien zusammengestellt. Typklasse und Regionalklasse sind hier nur zwei genannte Faktoren, die das Fahrzeug und auch die Region bezeichnen. Darüber hinaus gibt es wie bereits erwähnt die Schadensfreiheitsklasse. Weitere Faktoren sind:

          ● Selbstbeteiligung
          Je niedriger die Selbstbeteiligung gewählt wird, desto höher fällt der Versicherungsbeitrag aus.

          ● Jährliche Fahrleistung
          Wer viel unterwegs ist, hat automatisch ein höheres Schadensrisiko. Vielfahrer müssen also auch mit einem höheren Beitrag
          rechnen.

          ● Fahrzeugnutzer
          Wer fährt das Auto eigentlich? Und wie viele Familienmitglieder haben Zugang? Je mehr Fahrer und je jünger die Fahrer, desto
          teurer wird alles.

          ● Unterbringung
          Sogar die Unterbringung und der Abstellort nehmen Einfluss auf das Schadensrisiko. Bestenfalls steht ein Fahrzeug nämlich
          in der Garage.


Bilder: pixabay.com (NettoFiguerido, ElisaRiva)

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