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Motorschaden – die häufigsten Ursachen und wie Sie einen Motorschaden vorbeugen


Motorschaden – die häufigsten Ursachen und wie Sie einen Motorschaden vorbeugen

17.05.2021 11:54 von Nachricht MotorScene (38)
Ein Motorschaden stellt für viele ein großes finanzielles Problem dar und ist im besten Fall nur ärgerlich. Die damit verbundenen hohen Kosten kommen oft unerwartet und das Fehlen der eigenen Mobilität erschwert zudem die Situation.

In dieser Stresssituation lassen sich schnell Fehlentscheidungen treffen, welche zu hohen Kosten führen können. Erkundigen Sie sich also möglichst im Voraus, wie im Fall eines Motorschadens vorgegangen werden sollte. Ebenso sollte sich über die Vorbeugung eines Schadens informiert werden, um dieser Kostenfalle zu entgehen.

Im Folgenden wird auf die Aspekte und Möglichkeiten bei einem Motorschaden eingegangen und zudem die besten Vorbeugungsmaßnahmen erläutert.

Ursachen

Bedienungsfehler: Die meisten Motorschäden entstehen durch die falsche Bedienung Ihres Autos. So wie der Mensch anfällig für Verletzungen ist, wenn er sich vor dem Sport nicht richtig aufwärmt, so ist es Ihr Auto ebenfalls. Zu dem Aufwärmen gehört vor allem das Warmfahren des Motors. Hier sollten Sie also zu hohe Drehzahlen vermeiden, bevor der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat.

Während das Warmfahren vielen ein Begriff ist, hört es jedoch oft beim Kaltfahren auf. Das Kaltfahren bedeutet, dass Sie Ihr Auto nach langen Fahrten oder hohen Geschwindigkeiten nicht sofort abzustellen. Sondern hier sollten Sie zumindest ein paar Minuten mit normaler Drehzahl fahren, um den Motor weiter zu kühlen. Hiermit geben Sie dem Fahrtwind die Möglichkeit, die Kühlung zu übernehmen und es läuft zudem der Ventilator des Kühlers weiter.

Exzessives Tuning: Während Tuning zwar harmlos für Ihr Auto sein kann, sollte es sich jedoch immer innerhalb seriöser Grenzen halten. Aber auch dann sollten Sie sich bewusst sein, dass auch leichtes Tuning die Lebensdauer Ihres Motors verringern kann. Wird jedoch übertrieben, führt es oft zu einem sofortigen Motorschaden.

Ein häufiges Beispiel bildet hier eine starke Leistungssteigerung durch das Aufspielen einer Software. Sollte diese bei einem Motor im Serienzustand zum Wirken kommen, können die auftretenden Kräfte den Motor zerstören. Da dieser auf Grundlage der Serienleistung entwickelt wurde, kann es schnell zum Versagen einiger Bauteile kommen. So kann beispielsweise ein stark erhöhter Ladedruck bei Standardpleuel und -Kolben diese durch die erhöhten Brennraumdrücke zerstören.

Fehlende Wartung: Da für einige Menschen das Auto lediglich ein Beförderungsmittel darstellt, wird oft vergessen, dass auch diese Wartung benötigt. So besitzt ein Motor zahlreiche Fehlerquellen und Verschleißteile, welche regelmäßig überprüft und gewechselt werden müssen.

Eines der häufigsten Ursache stellt hier ein fehlender oder unregelmäßiger Ölwechsel dar. Da das Öl die wichtige Aufgabe übernimmt die Schmierung zwischen metallischen Bauteilen zu gewährleisten, ist das Öl von extremer Wichtigkeit. Sollte dies nicht mehr in der Lage sein die Bauteile zu trennen, zerstören sich die Bauteile aufgrund der Reibung gegenseitig.

Oldtimer: Autos die über 30 Jahre alt sind, zeigen aufgrund des Alters oft einen Hang zu Motorschäden. Zwar wurden die Autos damals mit erheblich haltbareren Motoren versehen, jedoch nagt trotz allem auch hier oft der Zahn der Zeit an diesen und sorgt für das Versagen von Bauteilen. Ein Motorschaden lässt sich bei einem Oldtimer jedoch meist leichter reparieren, vorausgesetzt die nötigen Ersatzteile sind aufzufinden.

Herstellungsfehler: Eine nicht beeinflussbare Ursache stellt ein Herstellungsfehler der Automarke dar. Hier lässt sich lediglich empfehlen bereits vor dem Kauf über die üblichen Krankheiten und Probleme des Modells zu informieren.

Häufige Schäden

Motorschäden

Gerissener Zahnriemen/Steuerkette: Eine gerissene Steuerkette oder ein gerissener Zahnriemen sind eine der häufigsten Ursachen für einen kapitalen Motorschaden. Der Riemen sowie die Kette übernehmen die Synchronisation der Ventile mit der Bewegung der Kolben. Im Fall eines Risses oder Überspringens kollidieren dann diese miteinander und zerstören sich gegenseitig. Bei der Kollision werden dann oft Kolben, Pleuel, Zylinderlaufbahn und Ventile zerstört, was zu immensen Reparaturkosten führt.

Riss im Zylinderkopf/Zylinderkopfdichtung: Bei einem Defekt im Zylinderkopf oder der Dichtung, kann eine Reihe an fatalen Schäden entstehen. Durch die Undichtigkeit kann dann Kühlflüssigkeit oder Öl in den Brennraum gelangen. Während dies Schäden im Brennraum verursachen kann, führt es ebenso zu einem Mangel der Flüssigkeiten. Das hat dann wiederum eine Überhitzung oder erhöhten Verschleiß zur Folge. Zudem entweicht bei einer Undichtigkeit die Kompression aus dem Brennraum, was zu einem erheblichen Verlust der Leistung führt.

Kolbenfresser: Ein Kolbenfresser stellt das Worst Case Szenario für einen Motor dar. Hier kommt es durch fehlendes Öl zu einer Verschweißung zwischen Zylinderlaufbahn und Kolben. Dies geschieht, da das Fehlen des Öls zu immenser Reibung und damit verbundenen hohen Temperaturen führt, wodurch sich die Bauteile miteinander verschweißen.

Behebung

Zur Behebung eines Motorschadens gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Da die Wahl von Schadensart, Schadensintensität, Fahrzeugtyp und -zustand abhängig ist, gibt es keine „Standardlösung“. Im Folgenden werden deswegen die Möglichkeiten und deren Anwendungsbereiche aufgezählt.

Motorinstandsetzung

Eine Instandsetzung - also Reparatur - ist nur sinnvoll, wenn es sich um kleinere Schäden handelt oder der Defekt außerhalb des Motors liegt. Beispiele wären hier eine defekte Zylinderkopfdichtung oder ein defekter Turbolader. Weiterhin ist eine Instandsetzung ebenfalls rentabel, wenn Sie einen seltenen Oldtimer besitzen und die Matching Numbers des Motors beibehalten möchten.

Austauschmotor

Ein Austauschmotor ist die beste Option, wenn Sie ein Auto mit hohem Marktwert besitzen oder die wichtigsten Verschließteile kürzlich ersetzt worden sind. In diesem Fall bekommt Ihr Auto einen neuen oder generalüberholten Motor eingesetzt.

Motorschaden Ankauf

Wenn Sie einen kapitalen Motorschaden erleiden und die Kosten einer Instandsetzung oder eines Austauschmotors den Restwert überschreiten, sollten Sie Ihr Auto mit Motorschaden verkaufen. Dies ist meist der Fall, wenn Ihr Auto einen geringen Marktwert besitzt und lange beziehungsweise intensiv im Gebrauch gewesen ist.

Vorbeugung

Vorbeugung

Die regelmäßige Wartung ist unerlässlich, um sämtliche Schäden vorzubeugen. Da die Einhaltung der Wartungsintervalle unerlässlich für die Garantie des Motors ist, fällt hier die Entscheidung oft nicht schwer. Sollten Sie nicht die Kosten für die Wartung in einer Vertragswerkstatt aufbringen wollen, sollte die Wartung trotz allem durchgeführt werden. Mit ausreichenden Kenntnissen lassen sich die meisten Arbeiten auch in der heimischen Garage durchführen.

Weiterhin ist regelmäßig der Ölstand sowie der Stand der Kühlflüssigkeit zu kontrollieren. Pfützen unterhalb des Autos weisen zudem auf eine Undichtigkeit in einem der Schläuche hin, welche schnellstmöglich behoben werden sollte.

Ebenso wurde oben bereits die Wichtigkeit des ordnungsgemäßen Betriebs des Fahrzeugs hervorgehoben. Auf diese sollte dringendst geachtet werden, da hierdurch die meisten Motorschäden entstehen.

Beim Aufleuchten der Motorkontrollleuchte ist zudem die Fahrt zur nächsten Werkstatt Pflicht.

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