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Kfz Gutachter bei unklarem Unfallhergang


Kfz Gutachter bei unklarem Unfallhergang

01.06.2023 23:10 von Nachricht MotorScene (37)
Ein Unfall ist nicht nur eine gefährliche Situation für alle Beteiligten, sondern wirft im Nachhinein viele komplexe Fragen rechtlicher Art auf. Vor allem dann, wenn ein ungenauer Unfallhergang beschrieben wird und es verschiedene Versionen von den Beteiligten gibt, besteht Klärungsbedarf darüber, wer den Schaden verursacht hat, wie hoch der Grad des Verschuldens ist und wie es mit der Haftung aussieht. Genau in diesen Fällen helfen Kfz Gutachter. Worauf Sie als Unfallopfer bei der Beauftragung eines Kfz Gutachters achten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

In welchen Fällen ist ein Kfz Gutachter sinnvoll?
Ganz gleich, ob es das Handy ist oder ein schreiendes Kind: Bei der geringsten Unachtsamkeit kann es sehr schnell zu einem Unfall kommen mit - unter Umständen gravierenden - Folgen. Im besten Fall ist keiner verletzt und es entsteht lediglich ein Blechschaden. Diese Blechschäden können allerdings je nach Schwere des Unfalls sehr teuer werden. Dann stellt sich die Frage, wie zu verfahren ist.

Nur in einigen wenigen Situationen können die Haftungsfragen direkt und ohne tiefgehende Analysen geklärt werden. Daher ist es stets ratsam, unabhängig einen Kfz Gutachter zu konsultieren, der eventuell unbemerkte Schäden aufzeigen kann.

Was hat es mit einem Kfz Gutachten auf sich?
Ein Kfz Gutachter dokumentiert alle Schäden, die bei einem Unfall entstehen. Die Vorgehensweise erfolgt minutiös und deckt alle denkbaren Aspekte ab. Mit exakt geschossenen Fotos werden im Gutachten demnach Beweise gesichert, die in einem eventuellen Zivil- oder gar Strafprozess hinzugezogen werden können. Das Dokument muss jedoch klar angefertigt werden, sodass auch für Laien der Inhalt nachvollziehbar ist.

Wenn ein Totalschaden vorliegt, beziffert das Gutachten den exakten Wiederbeschaffungswert und etliche hinzutretende Schäden wie den Nutzungsausfall, den Anspruch auf einen Mietwagen und Schadensersatz. Der Nutzungsausfall bedeutet dabei, dass der Wagen zwecks Tätigkeiten des Erwerbs nicht mehr genutzt werden kann. Anhand dieser Fakten kann der Geschädigte gegen den Schädiger zivilrechtlich vorgehen.

Wer ist berechtigt, ein Kfz Gutachten zu erstellen?
Ein aussagekräftiges und beweiswürdiges Gutachten ist sehr im Interesse des Geschädigten und der Versicherung und bedarf daher einer makellosen Überprüfung durch einen Experten. Bei schweren Unfällen wird generell empfohlen, auf einen öffentlich bestellten und vereidigten Kfz Sachverständigen zurückzugreifen - und das folgenden Gründen:

- Unabhängigkeit und Neutralität: Ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger geht in seiner Arbeit neutral und unvoreingenommen vor.
- Fachwissen und Expertise: Diese Sachverständigen verfügen über wichtiges und umfangreiches Fachwissen in Bezug auf alle Fahrzeugschäden.
- Rechtliche Anerkennung: Die Gutachten der öffentlich bestellten und vereidigten Kfz Sachverständigen haben vor Gericht eine hohe Beweiskraft.

Optimaler Zeitpunkt der Erstellung eines Gutachtens
Nicht bei jedem Unfall ist es notwendig, einen Kfz Gutachter einzuschalten. Es empfiehlt sich immer dann, wenn es sich nicht um sogenannte Bagatellschäden handelt, sondern Schäden, die von einem erheblichen Wertverlust getragen werden. Der Wertverlust wird generell bei 750 Euro angesetzt. Je höher der Schaden, desto eher sollte ein Gutachter hinzugezogen werden, um einen etwaigen Wertverlust zu vermeiden. Wenn du in Süddeutschland wohnst und Opfer eines Verkehrsunfalls geworden bist, kannst du einen Kfz Gutachter in München beauftragen.

Wer muss die Kosten tragen?
Der Gutachter rechnet im Haftpflichtfall direkt mit der gegnerischen Versicherung ab. Wenn ein selbstverschuldeter Kaskoschaden vorliegt, muss bedacht werden, ob eine sogenannte Selbstbeteiligung vereinbart wurde.

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