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Schutz im Pannenfall – welcher Schutzbrief ist der beste?


Schutz im Pannenfall – welcher Schutzbrief ist der beste?

13.07.2023 22:35 von Nachricht MotorScene (37)
Eine Panne oder ein Unfall sind auch im besten Fall ein Ärgernis – doch wer mit einem Schutzbrief vorgesorgt hat, kann auf die Hilfe des Autoclubs oder Versicherers setzen. Wie diese Hilfe aussieht und was sie kostet, unterscheidet sich jedoch stark nach Anbieter.

Kurzer Überblick: was ist ein Schutzbrief?
Bei einem Schutzbrief handelt es sich um ein Produkt, mit dessen Erwerb Versicherer oder Automobilclubs ihren Kunden sofortige Hilfe bei Unfällen, Kfz-Diebstählen oder Autopannen zusichern. Die Leistungen unterscheiden sich je nach Anbieter.

Einige Anbieter bieten im Rahmen des Schutzbriefes auch personenbezogene Leistungen an, wie z. B. Soforthilfe bei Verlust von Dokumenten oder Zahlungsmitteln sowie Krankenrücktransporte aus dem Ausland. Gelten die Leistungen des Schutzbriefes auch im Ausland, wird dieser auch als Auslandsschutzbrief bezeichnet.

Für wen lohnt sich ein Schutzbrief?
Prinzipiell lohnt sich ein Schutzbrief immer dann, wenn eine zusätzliche mobile Absicherung zur klassischen Kfz-Versicherung gewünscht ist. Gerade für Menschen, welche privat oder beruflich viel mit Privatfahrzeugen unterwegs sind, ist ein Schutzbrief eigentlich unerlässlich. Für Personen, die viel im Ausland unterwegs sind, lohnt sich dementsprechend besonders ein Auslands-Schutzbrief.

Wer ist durch den Schutzbrief versichert?
Der klassische Kfz-Schutzbrief gilt für ein bestimmtes, versichertes Fahrzeug und sichert dem Versicherungsnehmer und weitere berechtigte Fahrer ab (Ehe- oder Lebenspartner, Familienmitglieder). Die Leistungen des Schutzbriefes erstrecken sich auf alle Insassen des Fahrzeuges.

Bei einigen privaten Schutzbriefen ist der Schutz an die versicherungsnehmende Person gebunden. In diesem Fall unterliegt nicht nur ein bestimmtes Fahrzeug dem Versicherungsschutz, sondern alle von dieser Person geführten Fahrzeuge.

Kfz-Schutzbrief oder Automobilclub?
Ein Kfz-Schutzbrief kann oft für wenig Geld zur bestehenden Kfz-Versicherung dazugebucht werden. Die Kosten belaufen sich in der Regel auf etwa 20 Euro im Jahr. Wer lediglich Wert auf Hilfe im Pannenfall legt, ist mit einem Kfz-Schutzbrief gut abgesichert.

Allerdings bringen die meisten Kfz-Schutzbriefe folgende Einschränkungen mit sich, die vor dem Abschluss bedacht werden sollten:
- Höchstgrenzen für Abschleppdienst und Pannenhilfe liegen i. d. R. bei 75€ – 150€ pro Schadensfall
- Kfz-Schutzbrief leistet häufig erst, wenn der Schaden mindestens 50 Kilometer vom Wohnort entfernt passiert
- Kfz-Schutzbrief ist immer auf das Fahrzeug beschränkt, für welches die Kfz-Versicherung abgeschlossen wurde

Welche Leistungen umfasst der Schutzbrief?
Welche Leistungen ein Schutzbrief umfasst, unterscheidet sich je nach Versicherungsanbieter. Schutzbriefe seriöser Anbieter sollten jedoch mindestens folgende Leistungen umfassen:

- Pannen- und Unfallhilfe
- Abschleppdienst
- Krankenrücktransport
- Stellen eines Mietwagens (meist bis 350 Euro)
- Rücktransport des defekten Fahrzeugs
- Organisation und teilweise Kostenübernahme von notwendigen Übernachtungen bei Reparaturen
- bei Schadensfall im Ausland: Verzollung/Verschrottung des Fahrzeugs
- Bei Diebstahl: Stellen eines Mietwagens; Rücktransport, wenn Fahrzeug lokalisiert werden kann

Was ist der Unterschied zwischen Schutzbrief und Mobilitätsgarantie?
Viele Hersteller bieten im Rahmen eines Neuwagen-Kaufs eine sogenannte Mobilitätgarantie an. Auch diese soll sicherstellen, dass im Falle eines Unfalls oder einer Panne die Pannenhilfe des Autoherstellers in Anspruch genommen werden kann. Häufig sind außerdem eine Reihe weiterer Leistungen enthalten, die ebenfalls durch den Schutzbrief abgedeckt werden.
Häufig unterliegen die Leistungen der Mobilitätsgarantie jedoch Einschränkungen, die bedacht werden sollten:

- Wird die Panne oder der Unfall durch die versicherte Person verursacht (z. B. durch versäumte Reparaturen oder Wartungen), greift die Mobilitätsgarantie nicht.
- Es besteht eine Werkstattbindung, d. h. Wartungen müssen in Vertragswerkstätten des Autoherstellers durchgeführt werden.
- Die Werkstattbindung geht verursacht möglicherweise höhere Kosten, als die Mehrkosten für einen Schutzbrief ohne Bindung.

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